Zum Inhalt springen
Kosten berechnen

Styroporpool selber bauen

Der Styroporstein-Pool ist die Bauweise, bei der Eigenleistung am meisten bringt. Die Steine sind leicht, sie werden trocken gesteckt, und bis zur Verfüllung braucht es keinen Maurer. Der Haken liegt nicht beim Stapeln, sondern davor und danach: bei der Bodenplatte und beim Beton.

Wie die Bauweise funktioniert

Hohlblöcke aus expandiertem Polystyrol werden wie große Bausteine aufeinandergesteckt. In die Hohlräume kommt Bewehrungsstahl, anschließend wird alles mit Beton verfüllt. Was am Ende das Wasser hält, ist also ein bewehrter Betonkörper — die Styroporsteine sind Schalung und Dämmung in einem und bleiben im Bauwerk.

Das ist der entscheidende Satz: Sie bauen keinen Styroporpool, Sie bauen einen Betonpool mit verlorener Schalung. Alles, was für Beton gilt — Statik, Bewehrung, Verdichtung, Aushärtung — gilt hier auch.
Verfüllung der Styroporsteine mit Beton — der Schritt, der nicht wiederholbar ist.

Was sich gut selbst machen lässt

  • Aufbau der Steinlagen, sofern die Bodenplatte exakt waagerecht ist
  • Einlegen der Bewehrung nach Vorgabe
  • Aussparungen für Skimmer, Einlaufdüsen und Scheinwerfer setzen
  • Verlegen der Rohrleitungen bis zum Technikraum
  • Hinterfüllen und Verdichten in Lagen nach dem Aushärten
  • Randgestaltung, Terrasse, Bepflanzung

Wovon Sie besser die Finger lassen

  • Bodenplatte. Sie trägt alles. Dicke, Bewehrung und Untergrundaufbau gehören bemessen, nicht geschätzt — besonders bei Hanglage, bindigem Boden oder hohem Grundwasserstand.
  • Betonage. Wird zu schnell oder zu hoch verfüllt, drückt der Frischbeton die Schalung auseinander. Das merkt man erst, wenn es passiert ist, und es lässt sich kaum korrigieren.
  • Elektrik. Alles rund um Pumpe, Beleuchtung und Potentialausgleich gehört in Fachhand. Hier ist keine Ersparnis, hier ist Personenschutz.
  • Abdichtung und Folienschweißung. Eine Naht, die undicht wird, liegt hinterher unter Wasser.

Der Zeitplan ist der eigentliche Gegner

Ein Selbstbau scheitert selten am Können, sondern an der Reihenfolge. Zwischen Bodenplatte und Betonage muss ausgehärtet werden, die Verfüllung braucht einen Tag mit passendem Wetter, und der Betontransport wartet nicht. Wer nur Wochenenden hat, sollte grob mit einer Saison rechnen — und den Aushub und die Betonage terminlich fest vergeben.

Wann sich Eigenleistung wirklich lohnt

Der größte Einzelposten sind meist die Erdarbeiten: ausheben, abfahren, entsorgen. Wer Maschine, Platz und Abnehmer für den Aushub hat, spart hier am meisten. Wer den Aushub abfahren lassen muss, spart deutlich weniger als gedacht — und trägt dennoch die volle Verantwortung für das Ergebnis.

Ein gangbarer Mittelweg: Rohbau und Technik vergeben, Umgebung und Ausbau selbst machen. Das hält die Gewährleistung für das dichte Becken beim Betrieb und lässt Ihnen die Arbeiten, bei denen ein Fehler nichts kostet außer Zeit.

Rechnen Sie Eigenleistung gegen Vergabe

Der Rechner zeigt Ihnen, was die Erdarbeiten ausmachen — und damit, welchen Teil Sie durch eigene Arbeit tatsächlich beeinflussen können.

Poolkosten berechnen

Kostenlos, unverbindlich, in drei Minuten. Sie erhalten einen Richtwert — verbindlich ist das Angebot des Fachbetriebs nach dem Ortstermin.